PRODPILOT Grand Prix: der Produktivitätspreis der Großregion

„Die Etablierung eines internationalen Preises fördert die Wettbewerbsfähigkeit der Großregion, macht erzielte Erfolge in Produktion und Logistik sichtbarer und steigert den Bekanntheitsgrad der teilnehmenden Unternehmen.“

PRODPILOT-Koordinator Thomas Korne, Professor an der Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlandes.

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– PRODPILOT Grand Prix: Verleihung des dritten PRODPILOT Grand Prix –

Der S&D Blechtechnologie GmbH wurde am 17. November 2021 im Rahmen der Smart Manufacturing Week von Luxinnovation in Anwesenheit von mehr als hundert Teilnehmern der dritte „PRODPILOT Grand Prix“ verliehen. Der Preis ist Teil des internationalen Interreg-Projekts PRODPILOT, in dem die htw saar federführend ist. Der Wirtschaftsminister von Luxemburg, Franz Fayot, hob in seiner Begrüßungsrede zur Smart Manufacturing Week den Preis sowie die Bedeutung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit von PRODPILOT für die Unternehmen hervor. Mit dem Preis werden jährlich Unternehmen aus dem Mittelstand ausgezeichnet, die ihre Abläufe durch clevere oder smarte Verbesserung wettbewerbsfähiger machen.

Unternehmen hatten sich zuvor mit Konzepten aus unterschiedlichen Bereichen um eine Nominierung für ihre Region beworben. Aus Belgien bewarb sich das Unternehmen Belgatrans mit einer neuen Logistikplattform. Aus Luxemburg war das Unternehmen Fenster Mersch mit dem Projekt „Digitale Modellierung ablaufrelevanter Produktionsparameter“ nominiert. MHA Zentgraf aus dem Saarland hatte sich mit dem Projekt „Digitalisierung im Qualitätsmanagement“ beworben. Der Hauptpreisträger S&D Blechtechnologie aus Rheinland-Pfalz konnte die Jury schließlich mit einem Projekt zur Digitalisierung seiner Produktionsprogrammplanung für höhere Agilität bei gleichzeitig geringerem Abstimmungsbedarf überzeugen. Im Saarland gehören Mirjam Schwan vom FITT sowie Prof. Dr. Thomas Korne von der htw saar zur Jury des Preises.

Das Land Luxemburg richtete in diesem Jahr die Preisverleihung aus. Prof. Dr. Peter Plapper der Universität Luxemburg stellte gemeinsam mit Sri Kolla die Zielsetzung des Preises sowie die nominierten Unternehmen aus den einzelnen Regionen vor. Frau Sasha Baillie, CEO von Luxinnovation, übergab im Anschluss den Preis an Herrn Ralf Donnel, Geschäftsführer der S&D Blechtechnologie aus Rheinland-Pfalz. Interessierte hatten zudem die Möglichkeit, sich an einem interaktiven Multitouch-Tisch über das Projekt zu informieren.

Das für die Preisvergabe zuständige Konsortium war besonders erfreut darüber, dass die Preisverleihung trotz der aktuellen Pandemielage in Präsenz stattfinden konnte. Das Projektkonsortium des INTERREG-Projekts PRODPILOT würdigt mit dem Grand Prix kleine und mittlere Unternehmen (KMU), die mit ihren zukunftsweisenden Produktivitätskonzepten zur Standortsicherung und dem wirtschaftlichen Erfolg der Region beitragen. Nominiert waren diesmal vier Unternehmen aus den Regionen Saarland, Luxemburg, Lothringen und Rheinland-Pfalz der Großregion.

Die Verleihung fand im Rahmen der Smart Manufacturing Week statt, die von Luxinnovation zwischen dem 17. und 19. November 2021 sowohl online als auch in Präsenz in der „Halle des poches à fontes“ in Esch-sur-Alzette am Campus Belval veranstaltet wurde. Im September 2022 wird die nächste Preisvergabe des PRODPILOT Grandprix 2022 in Saarbrücken (Deutschland) stattfinden. Interessierte Unternehmen können sich über die Webseite www.prodpilot.eu informieren und bewerben.

Was genau zeichnet der Preis aus?

Prämiert werden innovative Konzepte aus einem oder mehreren der folgenden fünf Themenbereiche:

Strategie Die Ausrichtung eines Unternehmens wird mit der Strategie bestimmt. Dabei werden Ziele definiert und ein Umsetzungsplan zu deren Erreichung erarbeitet. Auch die Suche und Orientierung an Innovationen wir der Strategie zugeordnet. Dementsprechend wird die Produktivität Ihres Unternehmens direkt von der Strategie beeinflusst. Mögliche Themenbereiche für Ihr Konzept sind beispielsweise:

  • Strategische Ziele
  • Strategische Umsetzungsplanung
  • Suche nach Innovationen

Prozesse & Wertstrom Die Gestaltung optimaler Prozesse und Produktionsabläufe steht im direkten Zusammenhang mit der Produktivität Ihres Unternehmens. Je effizienter der Produktionsablauf in Ihrem Unternehmen, desto höher ist die Produktivität. Mögliche Themenbereiche für Ihr Konzept sind beispielsweise:

  • Wertschöpfung
  • Materialbeschaffung
  • Produktions-Programm-Planung
  • Umrüstung
  • Informationen am Arbeitsplatz

Organisation Die Organisation von Aktivitäten und Prozessen birgt ebenfalls Potentiale zur Produktivitätsverbesserung. Definierte und einheitliche Vorgehensweisen erleichtern für alle Mitarbeiter den Arbeitsablauf. Mögliche Themenbereiche für Ihr Konzept sind beispielsweise:

  • Standardisierung
  • Prozessdokumentation
  • Arbeitsplatzgestaltung

Methoden & Tools Für die Steigerung der Produktivität stehen eine Vielzahl an Methoden und Tools zur Verfügung, die einen direkten Einfluss auf das Produktivitätsniveau haben. Hier können durchaus Überschneidungen mit den anderen Themengebieten entstehen. Mögliche Themenbereiche für Ihr Konzept sind beispielsweise:

  • Interne Kommunikation
  • Steuerung der Produktion
  • Steuerung der internen Logistik
  • Anwendung von Simulationsmodellen
  • Existenz von Kennzahlen

Personal Jeder Mitarbeiter hat direkten Einfluss auf die Produktivität Ihres Unternehmens. Verschiedene Faktoren beeinflussen wie produktiv ein Mitarbeiter seine Arbeit ausführt. Die Steigerung der Produktivität der Mitarbeiter kann durch unterschiedliche Maßnahmen erreicht werden. Mögliche Themenbereiche für Ihr Konzept sind beispielsweise:

  • Mitarbeiterqualifikation
  • Mitarbeitermotivation
  • Arbeitszeitmodell
  • Qualitätsbewusstsein der Mitarbeiter
  • Verbesserungskultur

Im Rahmen einer Konzeptbeschreibung von max. 7 Seiten Umfang (siehe auch „Bewerbung“) können die Bewerber darstellen, wie die Produktivität mithilfe der getroffenen Maßnahmen in ihren Unternehmen erfolgreich gesteigert werde kann.

Wer kann sich für den PRODPILOT Grand Prix bewerben?

Für den PRODPILOT Grand Prix können sich Unternehmen mit Projekten bewerben, die in der Großregion durchgeführt werden und eine Produktivitätssteigerung zum Ziel haben.

Teilnahmebedingungen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU):

  • Sitz in der Großregion
  • Bis zu 250 Mitarbeiter
  • Bis zu 50 Millionen Umsatz oder bis zu einer Bilanzsumme von 43 Millionen Euro.

Teilnahmebedingungen in der Kategorie „größere Unternehmen“:

  • Werk in der Großregion
  • Das Projekt zur Produktivitätsverbesserung stammt aus diesem Werk
  • Bis zu 1000 Mitarbeiter
  • Die Auszeichnung wird nur vergeben, wenn sich ausreichend Unternehmen bewerben
Wie kann man sich für den PRODPILOT Grand Prix bewerben?

Sie haben einen Prozess entwickelt durch den Ihr Unternehmen produktiver werden kann?

Sie haben in Ihrem Unternehmen eine innovative Maßnahme umgesetzt, durch die Ihre Arbeitsweise effizienter wurde?

Sie haben ein laufendes oder abgeschlossenes Projekt, dass die Produktivität in Ihrem Unternehmen verbessert?

Dann bewerben Sie sich mit diesem Projekt für den PRODPILOT Grand Prix.

In einer frei gestaltbaren Projektbeschreibung, können Sie mit Grafiken, Tabellen, Abbildungen und sonstigen Darstellungen, auf bis zu sieben Seiten, ihr Projektvorstellen.

Die Projekte müssen sich auf eines oder mehrere der folgenden Themen beziehen:

  • Strategie,
  • Prozesse & Wertstrom,
  • Organisation,
  • Methoden & Tools sowie
  • Personal.

Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Jury anhand der eingereichten Projektbeschreibung.

Bewerben Sie sich jetzt!

Haben wir Ihr Interesse geweckt?

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Rückfragen zum Preis oder dem Bewerbungs-/Auswahlverfahren richten Sie bitte ebenfalls an diese E-Mail-Adresse.

Der Mehrwert für Ihr Unternehmen

  • Öffentlichkeitswirksame internationale Berichterstattung.
  • Netzwerkveranstaltung mit internationalen Teilnehmern aus Wirtschaft und Wissenschaft.
  • Feedback zu Ihren Projekten durch internationale Experten aus unterschied-lichen Fachgebieten.
  • Motivationspotenziale für das eigene Unternehmen nutzen

Preisträger

2019: Ferro-Tech Sàrl aus Luxembourg

Ferro-Tech ist ein auf Eisenbahnarbeiten spezialisiertes Unternehmen, das 2006 von Jean-Luc Doucet gegründet wurde. Es ist Teil der Luxemburger „Track's Technologies Group“, die verschiedene Dienstleistungen für die Eisenbahnindustrie erbringt. Derzeit sind knapp 80 Mitarbeiter bei Ferro-Tech beschäftigt. Das Unternehmen bewarb sich mit einem Projekt zur Optimierung des Wartungsprozesses des Maschinenparks.

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2020: Parts Europe GmbH

Parts Europe GmbH vertreibt Zubehör, Ersatzteile und Bekleidung für Motorräder, ATVs, Jetskis und Schneemobile und liefert nach Europa, den Nahen Osten und Afrika. Das Vertriebszentrum im Herzen Europas beschäftigt mehr als 290 eigene Mitarbeiter und 60 selbstständige Handelsvertreter. Ein breites Sortiment mit mehr als 150.000 Artikeln aus verschiedenen Bereichen ist in einem halbautomatischen Lager verfügbar, das schnelle Lieferungen ermöglicht. Das Unternehmen bewarb sich für das Projekt "Einführung in das Lean Management", das die internen Prozesse durch die Einführung der Prinzipien der schlanken Logistik erheblich verbesserte.

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2021: S&D Blechtonologie GmbH

Der S&D Blechtechnologie GmbH wurde am 17. November 2021 im Rahmen der Smart Manufacturing Week von Luxinnovation, in Anwesenheit von mehr als hundert Teilnehmern, der dritte „PRODPILOT Grand Prix“ verliehen. Prof. Dr. Peter Plapper der Universität Luxemburg stellte gemeinsam mit Sri Kolla die Zielsetzung des Preises sowie die nominierten Unternehmen aus den einzelnen Regionen vor. Frau Sasha Baillie, CEO von Luxinnovation, übergab im Anschluss den Preis an Herrn Ralf Donnel, Geschäftsführer der S&D Blechtechnologie aus Rheinland-Pfalz.

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